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23.03.2020

Andacht für den Sonntag Lätare (22.3.2020)

Andacht am Sonntag Lätare, 22.3.2020

Lätare – Freue dich!

Wochenspruch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Johannes 12,24)

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied:    Korn, das in die Erde (EG 98)

1. Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt,
Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt -
Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

2. Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,
wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.
Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

3. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn,
unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn -
hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

                        Text: Jürgen Henkys (1976) Melodie: »Noël nouvelet« Frankreich 15. Jh.

Psalm 84 (EG 734)
 

Wie lieb sind mir deine Wohnungen, Herr Zebaoth!
Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn;
            mein Leib und Seele freuen sich
            in dem lebendigen Gott.
Der Vogel hat ein Haus gefunden
und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen -
            deine Altäre, Herr Zebaoth,
            mein König und mein Gott.
Wohl denen, die in deinem Hause wohnen;
die loben dich immerdar.
            Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten
            und von Herzen dir nachwandeln!
Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund,
und Frühregen hüllt es in Segen.
            Sie gehen von einer Kraft zur andern
            und schauen den wahren Gott in Zion.
Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet;
vernimm es, Gott Jakobs!
            Gott, unser Schild, schaue doch;
             sieh doch an das Antlitz deines Gesalbten!
Denn ein Tag in deinen Vorhöfen
ist besser als sonst tausend.
            Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause
            als wohnen in der Gottlosen Hütten.
Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild;
der Herr gibt Gnade und Ehre.
Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.
            Herr Zebaoth, wohl dem Menschen,
            der sich auf dich verlässt!

Lesung aus dem Ersten Testament: Jesaja 54,7-10

Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser. Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als ich schwor, dass die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe ich geschworen, dass ich nicht mehr über dich zürnen und dich nicht mehr schelten will. Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.

Evangelium  - Johannes 12,20-24

Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest. Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen's Jesus. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.

Lied: Jesu, meine Freude (EG 396)

1. Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier:
ach, wie lang, ach lange ist dem Herzen bange und verlangt nach dir!
Gottes Lamm, mein Bräutigam, außer dir soll mir auf Erden nichts sonst Liebers werden.

2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei.
Lass den Satan wettern, lass die Welt erzittern, mir steht Jesus bei.
Ob es jetzt gleich kracht und blitzt,  ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken.

6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein.
Denen, die Gott lieben, muss auch ihr Betrüben lauter Freude sein.
Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude.

Text: Johann Franck 1653     /     Melodie: Johann Crüger 1653

Fürbittgebet

Jesu, meine Freude.
Wir singen es.
Allein und mit schwacher Stimme -
und sind nicht allein.
Wir singen es.
Getrennt von unseren Freundinnen und Freunden -
und sind nicht allein.
Sei bei uns, barmherziger Gott.

Jesu, meine Freude.
Wir singen es bangen Herzens,
in Sorge um die Kranken -
und sie sind nicht allein.
Wir singen es bangen Herzens,
in Trauer um geliebte Menschen –
und sind nicht allein.
Sei bei uns, barmherziger Gott.

Jesu, meine Freude.
Wir singen es unter deinen Schirmen.
Wir singen es
und bitten um Schutz und Schirm für alle
die pflegen,
die forschen,
die retten.
Wir singen es
und bitten um Frieden
in unserem Land,
bei unseren Nachbarn
in Syrien.
Sei bei uns, barmherziger Gott.

Jesu, meine Freude.
Allein und in dir verbunden singen wir.
Wir singen und loben dich.
Wir singen und beten mit unseren Freundinnen und Freunden.
Wir singen und hoffen für alle, um die wir Angst haben,
Dir vertrauen wir uns an,
heute, morgen und jeden neuen Tag.

Vaterunser

Lied: Verleih uns Frieden

Verleih uns Frieden gnädiglich,
Herr Gott, zu unsern Zeiten.
Es ist doch ja kein andrer nicht,
der für uns könnte streiten,
denn du, unser Gott, alleine.

Text und Melodie: Martin Luther 1529 

Segen

Gott, segne uns in dieser schweren Zeit.
Segne unsere sparsamen Begegnungen mit anderen.
Segne unsere Kreativität, die die verordnete Trennung überbrückt.
Segne unsere Begegnung mit dir. Amen.


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