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Aktuelles

11.02.2021

Wort für den Tag - 12. Februar

Wort für den Tag, Freitag, den 12.02.2021

Liebe Leserinnen und Leser, haben Sie schon einmal einen Brief bekommen,
den Sie immer und immer wieder lesen?
Heute denke ich über einen Bibelspruch nach, der einem Brief entnommen ist,
gerichtet an die erste christliche Gemeinde auf europäischem Boden:

Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft,
der bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus!
( Phil. 4, 7)

Gesehnt haben sie sich nach einer Nachricht von Paulus, im Hause der Lydia in Philippi. Die im Purpurhandel tätige Geschäftsfrau hatte sich mit als Erste im Ort taufen lassen,
und in ihren Räumen traf sich die wachsende Gemeinde der Christen.
Aber es gab auch Probleme. Der neue Glaube traf auf Widerstand und auch innerhalb der noch jungen Gemeinde  gab es Streit in verschiedenen Fragen.
Paulus sollte raten, seine Glaubenserfahrung sollte helfen,
doch war er leider zur Zeit weit entfernt, ein persönliches Treffen unmöglich.
Dann kam endlich ein Brief von ihm, und über einen Satz daraus denke ich nach.
Der Friede Gottes, welch ein wohltuender Begriff, auch wenn man ihn in seiner Größe nicht begreifen kann, so kommt er uns doch ganz nah. Denn wenn eine Kraft unsere Herzen und alle Sinneswahrnehmungen bewahren will und kann, unser tägliches Leben somit in Augenschein nimmt, dann sucht dieser Gott unsere Nähe.
Wir sind für ihn wertvoll! Paulus hat es offenbar erfahren und ist erfüllt davon.
Das müssen die Christen in Philippi gespürt haben.
Hier ist von einem Gott die Rede, der in Jesus den Menschen so nah kommen will,
dass er eben keine abstrakte Größe, fern und fremd für die Menschen bleibt.
Er will an unserem Leben teilhaben, um uns zu helfen.
Der Friede Gottes, der mich bewahrt, das ist wie ein schützender Mantel...,
Geborgenheit mitten in Unsicherheiten und offenen Fragen.
Dieses Gottesbild, so wie es Jesus in die Welt brachte, konnte damals und kann auch  heute nicht wirklich mit dem Verstand begriffen werden.
Wir sind auf dem Weg, bis zum Lebensende, und nur Stück für Stück lernen wir,
Vertrauen zu fassen, Vertrauen zu einem unsichtbaren und doch erfahrbaren Gott.
Diesen Wunsch, diese Fürbitte des Paulus für die Gemeinde in Philippi will ich auch für uns alle und für unsere Gemeinden in Anspruch nehmen.

Lied: EG Nr. 324 Ich singe Dir mit Herz und Mund ( wenn Sie mögen, alle Strophen)

Ich singe Dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust.
Ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewusst.

Gebet

Gott, manchmal spüren wir dich ganz nah und das Herz möchte zerspringen vor Glück, so frei, so leicht fühlen wir uns. Manchmal aber scheinst du unsagbar fern zu sein,
das ist bedrückend. Danke für jede gute Nachricht, für jedes Gespräch, jeden Brief,
lass uns alles zum Guten gedeihen.

Anregung für den Tag

Es gibt viele wertvolle, schöne, hilfreiche, Nähe stiftende Briefe,... in einem Briefumschlag,
in einem Buch, in der Bibel, auf einem Zettel, auf dem Telefon. Finden sie einen für sich.

Herzliche Grüße von Barbara Schatz aus der Paulusgemeinde


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