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Aktuelles

26.01.2021

Wort für den Tag - 27. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,
es passiert immer wieder mal, da hat man eine Idee, doch bevor man sie umsetzen kann, war jemand schneller. Mir erging es heute Abend so, als ich den Text für den morgigen Tag anschaute. Schnell musste ich feststellen, genau diese Schriftstelle hatte ich mir ebenfalls für meine Gedanken ausgewählt. Nun blieb mir nichts anderes übrig, als erneut in der Bibel zu blättern und darauf zu vertrauen, fündig zu werden.
Vertrauen – sich etwas zutrauen – sich anvertrauen – sich trauen, darüber wollte ich, will ich gemeinsam mit Ihnen nachdenken. Mitten in diese Überlegung hinein rief mich ein guter Freund an und als ich ihm kurz berichtete, woran ich gerade saß, meinte er spontan: Was hältst du von Abraham? Abraham? Na klar, super, dankeschön!
Gott sprach zu Abraham: Mache dich auf, Abraham! Mache dich auf mit deiner Frau Sarah und zieh weg aus deinem Land, weg von deinen Verwandten und Freunden, weg von deinem Zuhause! Zieh fort in das Land, das ich dir zeigen werde. (1. Buch Mose/Genesis 12,1)

Wort für den Tag

Abraham, wer seine Geschichte kennt, weiß: Immer wieder wurde er vor die Herausforderungen gestellt, Gottes Worten zu vertrauen. Sich ihm anzuvertrauen, auch wenn er nie wusste, wie das Ganze ausgehen würde. Dass Gott Großes mit ihm vorhat, vielleicht ahnte er es, immerhin schien Gott es ihm zuzutrauen. Abraham traute sich, traute sich, weil er Gottvertrauen hatte. Nur, wer das alles auf sein eigenes Leben zu projizieren vermag, kann erahnen, welches grenzenlose Vertrauen solches Handeln erforderte. An der Stelle werde ich schon recht kleinlaut. Sicher habe ich auch meine Erfahrungen gemacht, habe feststellen dürfen, Gott hatte immer einen Plan für mein Leben, doch die Erkenntnis kam immer erst im Nachhinein.
Vertrauen, zurzeit wird es wieder auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Wem und welchen Aussagen kann ich denn noch vertrauen, was traue ich mir zu und wann wird es leichtsinnig? Manchmal überkommt mich das Gefühl, die Vertrautheit, die wir Menschen auch untereinander brauchen, sie geht immer mehr verloren, das tut weh. Wo ist Gott in diesen Tagen, ja inzwischen Monaten? Traut Gott uns das zu, dass wir diese schwere Zeit schadlos überstehen? Anscheinend ja, denn inzwischen merken wir, wie sehr wir einander brauchen. Vertrauen wir wie Abraham Gott, auch wenn es mitunter bis zum Äußersten geht. Alles hinter sich lassen, die schönen Gewohnheiten, das Vertraute, ja alles, was uns lieb und teuer jetzt erscheint. Vertrauen wir auf einen liebenden Gott, der uns nichts nehmen will, der uns aber viel zutraut.

Gebet: 
Guter Gott, zu dir dürfen wir voll Vertrauen mit unseren Sorgen und Nöten kommen. Unser Leben ist aus den Fugen geraten, wir wissen noch nicht, wann alles ein Ende haben wird. Vieles verunsichert die Menschen und macht sie misstrauisch gegenüber Behörden, Anordnungen und Aussagen. Auf dich dürfen wir bauen, uns dir anvertrauen, so wie Abraham es getan hat. Bleib du als unser Vertrauter mit uns auf dem Weg.

Lied: „Wer unterm Schutz des Höchsten steht“, Gotteslob 423

Wer unterm Schutz des Höchsten steht, im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut, sich seiner Allmacht anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht: „Du meine Hoffnung und mein Licht, mein Hort,
mein lieber Herr und Gott, dem ich will trauen in der Not.“

Vorschlag für den Tag 

Halten Sie für einige Momente mal inne, überlegen Sie: Wann hat sich in meinem Leben, aus einer verfahrenen Situation, einem unerwarteten Ereignis, etwas Neues ergeben, für das ich letztlich Gott dankbar sein darf. Trauen Sie sich!

Ich wünsche Ihnen einen Tag voller Gottvertrauen
Monika Klamt, Pfarrei Carl Lampert                                

     


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