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Aktuelles

28.01.2021

Wort für den Tag - 28. Januar 2021

Jakob sprach: Herr, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr als diesen Stab, als ich hier über den Jordan ging, und nun sind aus mir zwei Lager geworden.
(1. Mose 32,11)      

Wort für den Tag:

Alles, was ihre Familie und sie sich seit dem Jahr 1913 aufgebaut haben, steht jetzt in Frage. In vierter Generation führt sie einen Friseursalon mit 22 Angestellten. Der Salon ist seit vier Monaten, mit dem ersten Lockdown zusammengerechnet, geschlossen. Das Konto ist leer. Ein Schuldenberg ist am Wachsen. „Wie soll man vier Monate ohne Einnahmen überbrücken? Was sage ich meinen Angestellten? Ich weiß gar nicht mehr, wie ich das alles meistern soll.“ Ob sie ans Aufgeben denke: „Nein“, antwortet sie, „ich will und ich werde kämpfen. Ich liebe meinen Beruf. Ich mache ihn mit so viel Herzblut. Ich möchte es gerne schaffen. Aber ich weiß nicht, wie lange es noch gehen wird.“   
Wie Jakob schaut sie auf das, was ihr in ihrem Leben zum Segen geworden ist. Aber sie hat Angst, genau wie Jakob, all das zu verlieren. Was wird dann sein? Der Gedanke an ein Leben ohne Friseursalon, ohne die tägliche Arbeit und die dankbaren Kundinnen und Kunden lässt in ihr eine unerträgliche Leere entstehen. Dem will sie sich nicht ausliefern. „Ich will und ich werde kämpfen.“       
Lassen Sie uns, wie diese Friseurmeisterin, nicht müde werden, um das zu kämpfen, was unser Herz höher schlagen lässt. Lassen Sie uns nicht müde werden, Gott unsere Ängste und persönliches sowie anderes Leid zu klagen. Lassen Sie uns nicht müde werden, Gott um Bewahrung zu bitten und ihm für alles Gute und Segensreiche zu danken.          

Lied:

Was Gott tut, das ist wohlgetan, es bleibt gerecht sein Wille;     
wie er fängt seine Sachen an, will ich ihm halten stille.    
Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß zu erhalten;   
drum lass ich ihn nur walten.          

Was Gott tut, das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben,   
der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben   
in Freud und Leid, es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet,
wie treulich er es meinet.     

Was Gott tut, das ist wohlgetan, dabei will ich verbleiben.         
Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, 
so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten;         
drum lass ich ihn nur walten.          
(EG 372,1.4.6)          

Gebet:           
Herr, Du barmherziger und treuer Gott,  
viele persönliche Erlebnisse und Nachrichten aus der Welt nehmen uns unseren Mut. Gib uns die Kraft, unsere Not und unser Leid vor Dir auszusprechen. Gib uns Entschlossenheit in unser Herz, damit wir für das kämpfen, was uns am Herzen liegt. Und lass uns Dir vertrauen, dass Du es gut mit uns meinst. Lass uns heute besonders an die Menschen denken und für sie beten, deren berufliche Zukunft ungewiss ist und die um ihre Existenz kämpfen.           
Amen.
 

Tag-Werk:
Lesen Sie 1.Mose 32,1-13. Aus diesem Abschnitt ist der obige Vers entnommen.      
Überlegen Sie, für was oder wen Ihr Herz besonders schlägt oder was Sie mit Herzblut tun. Für was lohnt es sich, gerade zu kämpfen?              

Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen für den heutigen Tag!

Ihre Katrin Mang (Vikarin)


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