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Aktuelles

08.05.2020

Wort für den Tag: Freitag, 8. Mai (Tag der Befreiung)

Weiße Taube für den Frieden

Losungswort der Herrnhuter Brüdergemeine für heute:
Herr, lass mir deine Barmkerzigkeit widerfahren, dass ich lebe. (Psalm 119,77)

„Und dennoch wurde von Tag zu Tag klarer, was es heute für uns alle gemeinsam zu sagen gilt: Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.“

Vor 35 Jahren hielt Richard von Weizsäcker, damaliger Bundespräsident, diese Rede. Vierzig Jahre war es her, dass der 2. Weltkrieg ein Ende gefunden hatte. Seine Rede führte zu einem Umdenken auch in der damaligen Bundesrepublik.

Auch heute, am 8. Mai 2020, gebührt diesem Tag eine besondere Würdigung. 75 Jahre ist es her, dass der Krieg beendet wurde und Menschen Freiheit fanden. Die Häftlinge aus den KZ’s, Menschen im Widerstand, ganze Völker. Auch Deutschland! Befreiung von seinem Weg, der in die Katastrophe geführt hat.

In den Seniorenkreisen unserer Gemeinde höre ich immer wieder davon. Das Leid der Flucht, als Kind erlebt, hat sich ins Gedächtnis eingeprägt. Die Angst der Bombennächte in die Seele eingebrannt. Die Frauen erzählen davon. Sie erzählen es so, dass ich spüre: Sie sind dankbar, mit dem Leben davongekommen zu sein. Sie wissen, welch hohes Gut der Frieden ist. Und wie sehr ihnen ihr Glauben durch alle Zeiten geholfen hat.

Lied: EG 421; Gotteslob 475

Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten. Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine.

Gebet:

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.

Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. Amen.

(das Gebet wird dem Heiligen Franziskus von Assisi zugeschrieben)

Was tun mit der freien Zeit?

Schauen Sie den Ökumenischen Gottesdienst anlässlich 75 Jahre Befreiung in der ARD (Beginn: 10.00 Uhr, später in der Mediathek)

Oder lesen Sie Weizsäckers Rede im vollen Wortlaut. Es lohnt sich!


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