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Aktuelles

29.04.2020

Wort für den Tag - Mittwoch, 29. April

„Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu; ...“ Prediger 9,10a

Wort für den Tag

Ehrlich gesagt, ich habe den Überblick verloren. Wie viele Wochen sind wir nun schon zu Hause? 5,6,7?

Ich habe mich eingerichtet in diesem zu Hause sein. Manchmal verschwimmen die Tage. Dann weiß ich nicht, welcher Wochentag gerade ist. Nun kommt in der kommenden Woche wieder etwas mehr Struktur hinein, weil die Maßnahmen weiter gelockert werden. Aber es bleibt auch alles noch etwas vage.

Wenn wir so plötzlich ausgebremst werden wie Mitte März, dann entsteht bei vielen Menschen der Impuls, den Verlust der Kontrolle über das eigene Leben mit Aktivitäten auszugleichen. Da hat jeder seine eigene Strategie und auch sein eigenes Maß.

Ich hatte zum Beispiel das Bedürfnis, etwas zu tun, musste mir aber erst einmal gestatten, mir Raum zu geben, um die passende Idee zu finden oder auch die Lücke auszuhalten. Hier alle 10 Tage ein „Wort für den Tag“ zu schreiben, gehört zu meinen Ideen, die für mich machbar sind. Und da bin ich ganz bei dem biblischen Wort für den heutigen Tag.

„Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu.“ Prediger 9,10a

Ich soll tun, was mir vor die Hände kommt, was mir unmittelbar begegnet, was naheliegend ist, was meine Hände fassen können. Alles. Wirklich alles?

Da steht nicht, ich soll die Not aller retten oder gleich für alle Leute in meiner Strasse einkaufen gehen.

Da steht:  Ich soll es mit meiner Kraft tun. Mit der Lebenskraft – so ist es biblisch gemeint, die mir von Gott gegeben ist. Sie ist nicht unerschöpflich und unermesslich groß. Sie ist begrenzt und heute vielleicht mehr als morgen. Sie ist ein Geschenk.

Und so entsteht eine Vielfalt vom Lächeln bis zur Lebensrettung.

Lied

„Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht...“ Ein Lied aus Taizé

Gebet

Gott des Lebens,
danke für die Lebenskraft, die du mir schenkst.
Es ist eine Freude zu erleben, was ich durch sie alles bewegen kann
und es ist mühsam auszuhalten, dass sie nicht für alle Vorhaben reicht.
So trage ich mit ihr auch meine Begrenztheit. Amen.

Was tun mit der freien Zeit?

Bitte nur das, was Ihnen wirklich vor die Hände kommt.

Ich wünsche Ihnen einen Tag, an dem Sie Ihre Lebenskraft spüren

Ulrike Taggeselle, ordinierte Gemeindepädagogin


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