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Aktuelles

20.04.2020

Wort für den Tag: Montag, 20. April

Als Letztem von allen erschien er auch mir. (1. Korintherbrief 15, 8)

Wort für den Tag:

Wann ist eigentlich Ostern? Dumme Frage, denken Sie vielleicht, das weiß doch jedes Kind, und ein Pfarrer sollte das erst recht wissen: Das Osterfest liegt jetzt eine Woche zurück. Trotzdem: Die Bibel ist da gar nicht so eindeutig. Da sind die Frauen, die am leeren Grab einen Engel sehen. Da ist Maria, die dem Auferstandenen begegnet und meint, er sei der Friedhofsgärtner. Da sind die zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus und die anderen Jünger auch, denen der Auferstandene erscheint. Doch Thomas war nicht dabei und will es nicht glauben. Er muss eine ganze Woche warten, bevor sich Christus auch ihm zeigt. Und ganz zum Schluss ist der Apostel Paulus an der Reihe.

Wann ist Ostern? Die einen haben am Ostersonntag „Christ ist erstanden“ gesungen, aus voller Kehle und vollem Herzen. Anderen war die Kehle wie zugeschnürt, egal, was im Kalender steht. Manche spüren Lebensfreude, Frühlingsfreude, Hoffnungsfreude in sich. Andere bleiben leer und niedergedrückt. Wenn Sie zu letzteren gehören: Vergessen Sie das Osterfest noch nicht. Geben Sie dem Auferstandenen noch etwas Zeit. Er ist unterwegs zu Ihnen, ganz gewiss. So sieht es auch Hilde Domin, die großen Dichterin. Sie sagt:

Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.

Ostern findet im Herzen statt, nicht im Kalender. Und da schlagen die Uhren manchmal anders. Aber sie schlagen. Frohe Ostern, wann auch immer die Zeit für Sie kommt!

Lied „Christ ist erstanden“ (GL 318, EG 99):

Dieses Lied kann man immer singen, wenn einem österlich zumute ist:

  1. Christ ist erstanden von der Marter alle; des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
  2. Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit dass er erstanden ist, so lob’n wir den Vater Jesu Christ. Kyrieleis.
  3. Halleluja, Halleluja, Halleluja! Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.

Gebet:           

Gott des Lebens, lass mich das Wunder der Auferstehung spüren.
Verwandle meine Traurigkeit in Freude.
Zeige mir, dass Du es gut mit mir meinst.
Schenke mir und allen Menschen neues, erfülltes Leben.
Amen.

Und was tun mit der freien Zeit?

Beobachten Sie sich selbst ein bisschen und achten Sie auf das, was Sie glücklich macht heute – ein gutes Essen, ein Gespräch, die Tulpen im Garten. Ertappen Sie sich dabei, wenn Sie lächeln oder gar lachen. Und überlegen Sie, womit Sie dem Glück heute ganz gezielt nachhelfen können.

Eine gute österliche Zeit wünsche ich Ihnen,
Ihr Pfarrer Christoph Eichert, Paulusgemeinde


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