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Aktuelles

03.05.2020

Wort für den Tag: Montag, 4. Mai

Stehe auf, HERR; Gott, erhebe Deine Hand; vergiss der Elenden nicht! (Psalm 10,12)    

Wort für den Tag:

Während dieser Krise verfolge ich in den letzten Wochen immer wieder die Situation der Menschen in Indien. Seit Ende März herrscht auch dort Shutdown, aber teilweise sehr viel härter als bei uns in Deutschland. Für Millionen von Menschen dort ist das eine Katastrophe. Fabriken und andere Einkunftsmöglichkeiten sind geschlossen. Viele Inder, die zum Arbeiten vom Land in die großen Städte gekommen sind, wissen nicht, ob sie lieber in ihre Dörfer zurückgehen oder in der Stadt bleiben sollen. Auf dem Dorf haben sie ein Zuhause, in der Stadt zumindest eine Grundversorgung durch die Regierung. Viele sitzen fest und wissen nicht wohin. Sie wussten schon vorher kaum, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen sollen. Und nun wurden die Eindämmungsmaßnahmen noch einmal um weitere zwei Wochen bis zum 17. Mai verlängert. Niemand weiß, wie es danach weitergehen soll und was aus diesen vielen Menschen werden wird.      
Ich habe von einer indischen Frau erfahren, die für ein soziales Projekt arbeitet, selbst aber nur wenig verdient. Mit diesem kleinen Verdienst bringt sie nun noch eine Verwandte und deren Tochter mit durch, die aufgrund der Krise nicht wissen, wie sie überleben sollen. Die Frau sagt, dass sie gern hilft mit dem, was sie hat, aber dass sie auch langsam am Ende ihrer Kräfte ist. Wenn ich solche Berichte höre oder lese und sehe, wie es anderen Menschen in anderen Ländern so viel schlechter geht als mir selbst, bin ich nahe daran, zu verzweifeln. Ich bete deshalb darum, dass ich das Leid anderer Menschen niemals über meinen eigenen Sorgen vergesse.   

Lied:

Bitten Sie Gott mit diesem Lied aus dem EG Nr. 419:

1. Hilf, Herr, meines Lebens, dass ich nicht vergebens, dass ich nicht vergebens hier auf Erden bin.

2. Hilf, Herr meiner Tage, dass ich nicht zur Plage, dass ich nicht zur Plage meinem Nächsten bin.
3. Hilf, Herr meiner Stunden, dass ich nicht gebunden, dass ich nicht gebunden an mich selber bin.
4. Hilf, Herr meiner Seele, dass ich dort nicht fehle, dass ich dort nicht fehle, wo ich nötig bin.
5. Hilf, Herr, meines Lebens, dass ich nicht vergebens, dass ich nicht vergebens hier auf Erden bin.

Gebet:           
Herr meines Lebens,
ich danke Dir, dass ich auf dieser Welt sein darf. Ich danke Dir für mein Leben und für alles, was es bereichert und lebenswert macht.         
Ich bitte Dich, dass Du mich genau daran erinnerst und dass Du mich auch in eigenen schwierigen Zeiten das Elend anderer Menschen auf dieser Welt nicht vergessen lässt. Deshalb bringe ich heute ganz besonders die Menschen in Indien vor Dich. Lass sie und viele andere nicht vergessen sein. Amen.

Und was tun mit der freien Zeit?

Suchen Sie ganz bewusst nach Artikeln im Internet, in den Tageszeitungen oder auch nach Reportagen in den Mediatheken, die über die Situation von Menschen in anderen Ländern während dieser Krisenzeit berichten. Wenn Sie mögen, schließen Sie diese in Ihre Gebete mit ein.

Gott befohlen!   
Ihre Katrin Mang, Vikarin in der Laurentiusgemeinde


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