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Aktuelles

11.04.2020

Wort für den Tag: Ostersonntag

„Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja.“ (Ostergruß)

Wort für den Tag:

Maria geht zum Grab. Es ist früh am Morgen. Sie weint. Vor ihrem inneren Auge ziehen die vergangenen Tage vorbei. Jesus, ihr Freund, ihr Lehrer, ihr Herr, ist am Kreuz gestorben.
Nun steht sie vor dem Grab. Aber es ist leer. Was soll das bedeuten? Sie hebt den Blick und sieht eine Gestalt. Sie denkt, es ist der Gärtner. Er spricht sie an: „Frau, warum weinst du?“ Sie will es erklären, da hört sie ihn sagen: „Maria!“ Ein Schauer läuft ihr den Rücken hinunter. Sie kann es kaum fassen. Für einen Moment bleibt die Zeit stehen. Sie spürt die Nähe Jesu. Sie erkennt: Jesus ist auferstanden! Da verwandelt sich ihre Traurigkeit in Freude, ihre Niedergeschlagenheit in Zuversicht.
Doch Jesus spricht zu ihr: „Rühr mich nicht an!“ Maria versteht: Es ist nicht einfach alles wie früher. Es ist anders. Aber Jesus ist da. Er hat ihr Herz berührt, auch wenn Berührung nicht möglich ist. (nach Johannes 20, 11-17)

Was heißt das für dieses Osterfest? Es ist nicht möglich, gemeinsam Gottesdienst in unseren Kirchen zu feiern. Es ist nicht möglich, einander die Hand zu geben oder uns zu umarmen. Aber es ist möglich, dass wir miteinander sprechen, einander ansprechen, sodass sich in uns etwas verändern kann.
Vielleicht erleben auch Sie heute einen besonderen Moment, hören ein Wort oder eine Musik, die Sie berührt und spüren, wie sich etwas in Ihnen verwandelt. So beginnt das neue Leben.

Lied: „Gib uns Augen“ (Text und Melodie: Wolfgang Longardt)

Gib uns Augen, gib uns Augen, dass wir staunend sehn,
wie ganz leis Verwandlungen, Verwandlungen geschehn.

1. Gott, du wandelst viel in unserm Leben,
kannst im Tod noch neues Leben geben.

2. Wandelst unser Weinen bald in Lachen,
kannst die Lahmen wieder gehend machen.

3. Manches muss erst sterben und vergehen
und verwandelt endlich auferstehen.

4. Gott, du gabst das Licht in finstrer Nacht,
hast aus Samen Frucht ans Licht gebracht.

Gebet:           

Gott, Quelle unseres Lebens,
rühr uns innerlich an! Verwandle uns!
Lass uns Momente der Freude erleben, neue Hoffnung schöpfen, singen und lachen.
Jesus hat den Tod überwunden. Er ist auferstanden.
Lass auch uns auferstehen zu neuem Leben.
Amen.

Und was tun mit der freien Zeit?

Berühren Sie einen anderen Menschen, ohne ihn zu berühren. Wie Sie das tun?
Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Ein frohes Osterfest wünsche ich Ihnen!

Gundula Eichert (Pfarrerin der Laurentiusgemeinde)


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