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Aktuelles

02.05.2020

Wort für den Tag: Sonntag, 3. Mai

Auch wenn in diesen Tagen weitere Lockerungen angekündigt werden, bleiben doch vielfältigen Ängste. Die einen haben Angst, dass die Lockerungen zu weit gehen und wir eine zweite, schlimmere Welle der Infektionen bekommen; und die anderen haben Angst, die Lockerungen könnten nicht weit genug gehen, weil sie um ihren Arbeitsplatz, ihre Existenz fürchten. Gibt es ein Rezept gegen die Angst?

„Jesus sprach: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“ (Joh 10,7.10)

Wort für den Tag:

Leben in Fülle, erfülltes Leben – wer sehnt sich nicht danach? Doch was ist ein erfülltes Leben? Ein Leben angefüllt mit Terminen, die mir zeigen, wie wichtig ich bin? Ein Leben voller Vergnügungen, die Spaß bereiten und über manche Traurigkeit hinweg helfen? Ein Leben in Sicherheit trotz aller Bedrohungen? Oder vielleicht doch ein Leben, das mich erahnen lässt, gewollt und geliebt zu sein? Ein Leben, dessen unendliche Weite ich spüre?

Jesus sagt von sich, dass er die Tür ist, die zu diesem Leben führt. An ihm können und sollen wir ablesen, was Erfüllung schenkt. Was fällt Ihnen ein, wenn Sie auf das Leben Jesu schauen? Was hat er so anders gemacht und gesagt? Wovon war sein Leben durchdrungen, erfüllt?

Jesus hat niemanden abgeschrieben, niemanden hängengelassen. Sein Leben war Hingabe an uns. Er hebt uns auf, trägt uns. Niemanden lässt er links liegen; allen ging er nach, auch denen, die sich selbst ins Abseits begeben haben. Er lässt uns nicht im Regen stehen, sondern lädt ein, umzukehren, neu zu denken; neu zu leben. Er hilft uns, die Ängste zu überwinden im Vertrauen auf das göttliche, das unendliche Leben, das in uns und unter uns bereits angebrochen ist. „In der Welt seid ihr in Be­drängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.“ (Joh 16,33) Gehen wir durch die Tür seiner Hingabe. Nehmen wir seinen Weg unter unsere Füße und lernen wir so - trotz unserer Ängste - das Leben nicht aus den Augen zu verlieren, das er schenken will: Leben in Fülle, erfüllendes Leben.

Lied: „Lass uns in deinem Namen, Herr“ (HuT 331; GL 446)

1.-4. Lass uns in deinem Namen, Herr, die nötigen Schritte tun.
1. Gib uns den Mut, voll Glauben, Herr, heute und morgen zu handeln.
2. Gib uns den Mut, voll Liebe, Herr, heute die Wahrheit zu sagen.
3. Gib uns den Mut, voll Hoffnung, Herr, heute von vorn zu beginnen.
4. Gib uns den Mut, voll Glauben, Herr, mit dir zu Menschen zu werden.

Gebet:           

Gott, ich habe Angst. Sie schnürt mir die Kehle zu, macht schwer meine Schritte, lässt mich nicht frei und froh leben. Dein Sohn hat uns die Fülle des Lebens verheißen. Lass mich diese Fülle spüren, erahnen, erleben – nicht erst jenseits des Todes. Und mache deine Kirche, mache unsere Gemeinden zu Orten, an denen Menschen aufatmen, einander beistehen und miteinander leben lernen. Amen.

Und was tun mit der freien Zeit?

Das göttliche, das unendliche Leben ist bereits in uns angebrochen. Nehmen Sie sich Zeit, um über das eigene Leben nachzudenken. Wo spielten Raum und Zeit keine Rolle? Wo habe ich erfahren, dass das Wichtigste im Leben das ist, was ich nicht fassen, nicht begreifen kann? Und wenn Sie auf etwas gestoßen sind, erzählen sie es weiter, denn diese Erfahrungen haben das Potential, die Angst zu überwinden.

Ihnen allen einen erfüllten, einen mit Freude angefüllten Tag wünscht Pfarrer Magnus Koschig, katholische Gemeinde Heilig Geist


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