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Aktuelles

14.03.2021

Wort für den Wochenbeginn - 15. März

Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. (3. Mose 19,33)

Jesus Christus spricht: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. (Mk12,31)

Lieben bedeutet, einander anzunehmen. Ohne Vorurteile, ohne Verurteilungen.
In der Bibel wird in der Apostelgeschichte 17,26 gesagt, dass alle Menschen den gleichen Ursprung und den gleichen Auftrag haben: "Und er {Gott} hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen.
Im Glauben gibt es keine Unterschiede zwischen Menschen, egal wo sie herkommen, egal was sie sind oder wie sie sind. Die Bibel sagt im Galaterbrief 3,27-28: "Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus."
Unterscheidungen nach Merkmalen der Person, nach Herkunft, Geschlecht, Alter, Beruf, sozialer Stellung widersprechen den Glaubensgrundsätzen der Bibel und sind Sünde. Im Jakobusbrief heißt es 2,8-9: "Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach der Schrift (3.Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst«, so tut ihr recht; wenn ihr aber die Person anseht, tut ihr Sünde und werdet überführt vom Gesetz als Übertreter.

Das sind für mich große Herausforderungen. Oft bin ich gegen Menschen ungerecht. Ich beurteile Menschen nach ihrem Aussehen. Ich urteile, ohne Menschen zuzuhören und mehr über sie zu erfahren. Damit diskriminiere ich Menschen. - Ich bemühe mich, Menschen zuzuhören, zu verstehen warum sie bestimmte Dinge tun oder was sie bewegt. Ich versuche zu erkennen, was anderen wehtut, was ich vermeiden muss und wie ich ihnen helfen kann. 
Dem Anspruch nicht rassistisch oder vorverurteilend zu handeln, kann ich nur gerecht werden, wenn ich mein Handeln, aber auch meine Gefühle gegen andere Menschen immer wieder hinterfrage. Indem ich mir Wissen aneigne und indem ich Menschen begegne. Die heute beginnenden Bildungswochen gegen Rassismus vom „Bündnis Halle gegen Rechts, zu denen auch verschiedene Religionsgemeinschaften gemeinsam einladen, können dabei Impulse liefern.

Ich bete:

Herr,
ich lobe und preise Dich für die Vielfalt,
in der Du die Menschen erschaffen hast,
dass Du mir Herz und Sinne gegeben hast,
meinen Nächsten mit Liebe zu begegnen.

Ich bitte Dich um Hilfe,
damit ich Menschen nicht ungerecht begegne,
damit ich meine Vorurteile überwinde,
damit ich verstehe, was Menschen bewegt.

Ich bitte Dich um Geduld,
wenn ich in meinem Handeln scheitere,
lehre mich zu verstehen und zu leben:
„Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst.
Amen.

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag,

Steffen Schille (Marktkirchengemeinde)


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