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Die Totenmaske Martin Luthers in der Marktkirche Unser Lieben Frauen zu Halle

Totenmaske Martin Luthers Die Original-Totenmaske Martin Luthers gehört zu den Schätzen und Zeugnissen der Reformationszeit, mit denen die Marktkirche zu Halle reich ausgestattet ist. Die Wachsmaske des Reformators wird zentral in einer Großvitrine - sozusagen aufgerichtet vom Totenbett - präsentiert und kann gemeinsam mit einem späteren Gipsabguss und der Kanzel aus der Lutherzeit seit Mai 2006 dauerhaft in der neu gestalteten nordwestlichen Turmkammer der Marktkirche besichtigt werden.

Die Maske entstand vermutlich nach einem Gipsabguss, den der hallesche Maler Lukas Furtenagel am 19. Februar 1546 von Luther auf dessen Totenbett in Eisleben abgenommen hatte. Da Luthers Leiche zu der in Wittenberg vorgesehenen Beerdigung überführt werden musste, wurde sein Sarg in der Nacht vom 20. zum 21. Februar 1546 in der Sakristei der Marktkirche zu Halle aufgestellt. Durch Justus Jonas, den Freund Martin Luthers und ersten evangelischen Pfarrer an der Marktkirche Unser Lieben Frauen zu Halle, gelangte Luthers Totenmaske in den Besitz der Marktkirchengemeinde.

Der Gipsabdruck der Totenmaske zeugt von der wechselvollen Geschichte der Maske, durch die der Reformator und sein Wirken im Lauf der Jahrhunderte verehrt wurde. Vom 17. bis 20. Jahrhundert fand Luthers Totenmaske Verwendung für eine lebensgroße Lutherfigur. Dafür wurden die Augenlider der Originalmaske geöffnet und weitere Veränderungen an ihr vorgenommen. Im Jahr 1926 stellte Hans Hahne eine Rekonstruktion der ursprünglichen Totenmaske Luthers her und ließ davon einen Gipsabguss anfertigen.

Die Kanzel ist ein hochrangiges Werk der mitteldeutschen Renaissance-Schnitzkunst. Der Überlieferung nach hat Martin Luther von dieser Kanzel gepredigt. Luther hielt drei Predigten in der Marktkirche zu Halle.

Besichtigung:
zu den Öffnungszeiten der Marktkirche, siehe Offene Kirche

Eintritt:
Erwachsene: 2,00 EUR
Kinder bis 14 Jahre und Schulklassen: Eintritt frei
Gruppen: 10-19 Personen: 18,00 EUR; 20-50 Personen: 30,00 EUR

Faltblatt Auf den Spuren der Reformation in Halle (*.pdf-Datei, 5 MB)

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Gemeindebote März 2017 (*.pdf-Datei, 501 KB)

Gemeindebote April 2017 (*.pdf-Datei, 489 KB)

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