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Marktkirche 'Unser lieben Frauen' in Halle Sehenswertes und Geschichtliches

Geschichte der Kirche

"Eine Kirche, in der Luther dreimal predigte, Georg Friedrich Händel getauft wurde und deren grosse Orgel Johann Sebastian Bach eingeweiht hat,  finden Sie auf der ganzen Welt nicht wieder."
(Prof. Oskar Rebling, Marktkirchenorganist 1919 - 1967)

Als unverwechselbares Wahrzeichen prägen die beiden Turmpaare der Marktkirche die Silhouette der Stadt Halle. Kardinal Albrecht liess zwei mittelalterliche Kirchen zu einer neuen, grossen vereinen. 1529 begann der Abriss der beiden Vorgängerkirchen, der Gertrudenkirche mit den Blauen Türmen, die schon seit dem 11. Jahrhundert als Pfarrkirche der Talgemeinde bestand und der St. Marienkirche, die im 12. Jahrhundert im Zuge einer bedeutenden Stadterweiterung errichtet wurde. Entwurf und Pläne für den dreischiffigen Hallenbau stammen vom halleschen Baumeister Caspar Kraft. Von der Beendigung des Kirchbaus durch Nickel Hofmann zeugt noch heute eine Inschrift an der südlichen Empore

Durch Gottes Hulf Hab Ich Nickel Hofmann Disen Baw
Im 1554 Vollendet

Justus Jonas, ein Freund und Mitstreiter Martin Luthers, hielt am Karfreitag 1541 die erste evangelische Predigt in der Marktkirche. Nur noch der Flügelaltar aus der Werkstatt Lucas Cranachs d.Ä., auf dem sich der Kardinal selbst mit abbilden liess, weist auf die katholischen Auftraggeber hin. Zu den Schätzen der Marktkirche gehören weiterhin die Totenmaske Martin Luthers, eine aus einer der Vorgängerkirchen stammende Bronzetaufe, die 1430 von Ludolf und Heinrich von Braunschweig gegossen und in der Georg Friedrich Händel 1685 getauft wurde und die wertvolle, im Jahre 1552 gegründete Marienbibliothek mit ihren reichlich 30.000 Bänden, vorwiegend aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.

Marktkirche Türme

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