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Literarisches Kammerkonzert am 27. Januar 2023, um 19 Uhr

23.01.2023

Literarisches Kammerkonzert mit Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45

in der Marktkirche Halle

„Ich hatte einst ein schönes Vaterland ...“

Jüdisches Leben in Deutschland

In dem Programm unter dem Motto "Ich hatte einst ein schönes Vaterland“ blicken der bekannte Schauspieler Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 auf das vielfältige jüdische Leben in Deutschland. Mit diesem Zitat Heinrich Heines beginnt das Gedicht „Im Exil“ von Mascha Kaléko. Die jüdische Dichterin, die 1938 vor den Nationalsozialisten in die USA floh, thematisierte darin ihr Heimweh nach Deutschland. Gemeinsam mit ihrem Geistesverwandten Heinrich Heine ist sie Namensgeberin des Programms, das anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland entstanden ist und an diesem Abend auf Einladung der Landeszentrale zum Holocaust-Gedenktag aufgeführt wird.

Dabei liest Roman Knižka u. a. Texte von Moses Mendelssohn, dem Philosophen der Aufklärung, der Schriftstellerin Rahel Levin Varnhagen, des Feuilletonisten Ludwig Börne und der Dichterin Mascha Kaléko. 1955 begab diese sich in New York an Bord eines Schiffes, das nach Deutschland fuhr: „Einmal möchte ich es noch sehen, jenes Land, / Das in fremde Welten mich verbannt“, dichtete sie damals, 17 Jahre nach ihrer Emigration in die USA.

Die szenische Lesung wird begleitet vom Bläserquintett OPUS 45 und der Mezzosopranistin Pia Liebhäuser, die jiddische Lieder, Kompositionen von Gustav Mahler und Viktor Ullmann sowie Arien aus bekannten und heute vergessenen Operetten jüdischer Komponisten zu Gehör bringt. Die Arrangements für Bläserquintett und Mezzosopran hat Prof. Matthias Hermann (Musikhochschule Stuttgart) exklusiv für das Ensemble erstellt.


Roman Knižka und OPUS 45 setzen sich seit Jahren auf vielfältige Weise mit den Themen Erinnerungskultur und Aufarbeitung auseinander und sind bereits mehrfach in Sachsen-Anhalt unterwegs gewesen.

Der Eintritt ist frei.


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