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Konzert: Schätze der Marienbibliothek

25.10.2026

Freitag, 30. Oktober 2026 19:00 Uhr

Schätze der Marienbibliothek: Im Lichte der Aufklärung

Nina Pohn (Österreich/Leipzig), Violine 

Anna Scholl, Cembalo 

Bereits zum zweiten Mal ist dieses Format, das die Schätze der Marienbibliothek sinnlich erfahrbar werden lässt, ein wichtiger Bestandteil der Konzertreihe. In diesem Jahr steht die Auswahl an Texten und Gedichten aus dem reichhaltigen Schatz der historischen Bibliothek mit dem unschätzbaren Bestand aus dem Gelehrten Halle im Kontext der Aufklärung – die wie keine andere Epoche mit dem “Licht” verbunden ist, somit auch dem Themenjahr der Stadt Halle huldigt– als auch die Musik, die an der Schwelle zwischen Barock und Klassik Galantes, Empfindsames und Überraschendes bietet.

Die beiden Musikerinnen arbeiten bereits seit einigen Jahren immer wieder zusammen. In diesem Konzert sind sie zum ersten Mal als Duo zu erleben. Außerdem hat Marktkantorin Anna Scholl eine Auswahl an Texten aus verschiedensten Originalquellen aus der Marienbibliothek ausgewählt, die das spannende Verhältnis von Sinnlichkeit, Leidenschaften und Vernunft in dieser Epoche  beleuchten.

1992 in Zell am Pettenfirst (Oberösterreich) geboren, erhielt Nina Pohn ihren ersten Violinunterricht im Alter von sechs Jahren. Parallel zu ihrem Studium der modernen Violine begann sie 2013 mit der Barockvioline. Studien führten sie dabei an die Bruckneruniversität Linz zu Michi Gaigg und Elisabeth Wiesbauer sowie an die Kunstuniversität Graz zu Susanne Scholz.

Sie ist Sonderpreisträgerin des Internationalen H.I.F. Biber Wettbewerbs 2019 und wurde 2016 mit dem Heinrich-Gleißner-Förderpreis ausgezeichnet. Seit 2018 beschäftigt sich Nina Pohn intensiv mit frühbarocker Violin- und Bogenhaltung und versucht dadurch einen Beitrag zur Realisierung neuester aufführungspraktischer Erkenntnisse zu leisten. Neben der speziellen Haltung der Violine und des Bogens sind es auch die Sonderformen der Violine abseits des heutigen Orchesterinstruments, welche in der vielseitigen Musikerin großes Interesse und Faszination auslösen. Mit der Viola d’amore eröffnete sich für Nina Pohn eine weitere Klangwelt, welche mittlerweile auch auf einigen Aufnahmen dokumentiert ist.

Im Rahmen ihrer Masterarbeit befasste sie sich ausführlich mit dem Manuskript XIV 726 aus dem Minoritenkonvent in Wien und hat sich zur Aufgabe gemacht, diese vorwiegend unbekannten Sonaten in möglichst historischer Weise einer breiten Hörerschaft zugänglich zu machen. Ihre Debut-CD „MINORITEN-CODEX“ mit Ersteinspielungen dieses Manuskriptes ist im April 2021 erschienen.

Sie ist Mitglied in diversen Orchestern wie zum Beispiel dem L‘Orfeo Barockorchester, barucco und Ars Antiqua Austria und gründete 2019 gemeinsam mit dem Cellisten Peter Trefflinger das Ensemble Galimathias musicum.

Seit 2025 betreut sie auserdem als Professorin an der HMT Leipzig die dortige Barockgeigenklasse.

Informationen über Marktkantorin Anna Scholl...

Eintritt: 20/ ermäßigt 10 €

Kinder und Jugendliche sowie Empfänger von Grundsicherung/Bürgergeld frei. 

Karten im Gemeindebüro, unter https://www.eventim-light.com/de/a/691ef7f1e25a98171923528d/e/6a242195cb304b6a2d4ea5b2 sowie an der Abendkasse. 


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